Die Chisankano Barefoot School
Die Chisankano Barefoot School
Schulzimmer
Schulzimmer
Die Chisankano Barefoot School mit neuem Dach
Die Chisankano Barefoot School mit neuem Dach

Chisankano Barefoot School

Sambia

Wenn in Sambia Eltern oder Pflegeeltern das Geld für die obligatorische Schuluniform und die Schuhe nicht aufbringen können, sind die Kinder von der Bildung ausgeschlossen. Diese Regelung veranlasste Franziska und Werner Dällenbach und sambische Sozialarbeiter, 1996 in der Nähe von Ndola die Chisankano Barefoot-School zu gründen: Eine Schule, die man ohne Schuhe und ohne Schuluniform besuchen darf.

Seither werden dort jährlich durchschnittlich 140 Kinder, die alle aus ärmsten Verhältnissen stammen, erfolgreich unterrichtet. Bis zu 65% der Kinder sind Waisen- oder Halbwaisen, deren Eltern meist an AIDS gestorben sind. Da die mittlere Generation nahezu fehlt, ziehen immer weniger Familien immer mehr Kinder auf. Überforderung, Hunger, Verwahrlosung, Gewalt und Alkoholismus sind oft die Folge. Umso wichtiger ist für solche Kinder die Schule, die auch ein Ort der Sicherheit und Geborgenheit darstellt. Hier erhalten sie auch Frühstück und Mittagessen, werden medizinisch betreut und in Hygiene unterrichtet. In der Chisankano Barefoot-School schläft niemand vor lauter Hunger mitten im Unterricht ein! Die Kinder sind gesund und konzentriert.

Das Schul-Motto „I can do it!“ widerspiegelt die pädagogische Grundhaltung. Die Kinder sollen in verschiedenen Lernsituationen die eigene Wirksamkeit erfahren. Die Botschaft „Ich kann etwas bewirken“ oder „Eigeninitiative und Anstrengung lohnt sich“ kann durch entsprechende, wiederholt gemachte Erfahrung verinnerlicht werden und so in schulischen und ausserschulischen Situationen zur Anwendung kommen.

Überdurchschnittlich viele Barfuss-Kinder schaffen den Übertritt in die Sekundar- bzw. Mittelschulen. Zurzeit sind es rund 100 Kinder, denen der Besuch einer weiterführenden Schule ermöglicht wird, und die je nach Bedarf mit Schuluniformen, Schuhen, Schulmaterial, Schulgeld und Geld für die Unterkunft unterstützt werden.

Die Barfuss-Schule wird vor allem durch Spenden finanziert. Da sie inzwischen staatlich anerkannt ist, bezahlt der Staat zwei der vier Lehrerlöhne. Die Schule generiert einen kleinen Teil des nötigen Geldes selber, in dem sie Gemüse aus dem Schulgarten und Spielsachen, Stühle, Schnitzereien und Särge aus der Schreinerei verkauft. Ferner werden Hydroform-Bausteine produziert und verkauft, was nicht nur Geld einbringt, sondern auch Schulabgängern ermöglicht, die Herstellung von Bausteinen und das Maurerhandwerk zu erlernen.


Damit ein neues Dach auf einem Schulgebäude errichtet werden kann, haben der UsitawiNetwork Club Bern Zytglogge und die UsitawiNetwork Foundation die Chisankano Barefoot-School finanziell unterstützt.


Weitere Informationen unter
www.barfuss-schule.ch

gemuese_schulkueche

Gemüse für die Schulküche